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Donnerstag, 21. September 2017

Dunkelmomente - Abenteuer Deutsche Bahn Teil 2

Fahrt mit der Deutschen Bahn und meine blinde Sehnsucht nach Hause


Ein paar Tage bevor ich die Heimreise aus der Schweiz antreten wollte, erkundigte ich mich erneut telefonisch bei der Deutschen Bahn, wie sich meine „barrierefreie“ Rückreise gestalten würde.

Ach, du lieber Gott! 

Noch komplizierter als die Hinfahrt.

Wie auf im Beitrag (Link zum Beitrag) meiner Hinfahrt in die Schweiz bereits berichtet, würde der Zug nicht von Zürich bis Baden Baden fahren, sondern nach Basel.

Zu meinem Entsetzen teilte man mir am Servicetelefon mit, dass es den Taxi-Service, den man mobilitätseingeschränkten Reisenden, Sehbehinderten und Rollstuhlfahrern zwischen Baden Baden und Rastatt angeboten hatte, nicht mehr gäbe. Ist das nicht irre, wie schnelllebig die Bahn Entscheidungen trifft? Dieser Service würde nur noch für Rollstuhlfahrer mit Elektromotor angeboten werden. Des Weiteren teilte mir die Dame mit, dass man nicht ausreichend genug Personal zur Verfügung habe, um sich um alle behinderten Reisenden zu kümmern.

Herzlichen Glückwunsch Kerstin, es kann ja nur noch besser werden. 

Montag, 18. September 2017

Dunkelmomente - Abenteuer Fahrt mit der Deutschen Bahn Teil 1

Hilflos + verlassen = Deutschen Bahn


Heute möchte ich euch von meiner Bahnfahrt in die Schweiz erzählen, die ich voller Unruhe, aber dennoch auch mit Stolz als blinder Mensch angetreten habe.

Klingt eigentlich nicht schwer, oder? Die Deutsche Bahn bietet schließlich Service und Umstiegshilfen für mobilitätseingeschränkte Menschen (Mobilitäts-Service) an. Saarbrücken – Mannheim, Umstiegshilfe in Mannheim und weiter nach Zürich. Das sollte doch klappen.

Schön wäre es gewesen.

Samstag, 1. Juli 2017

Dunkelmomente - Epilepsie, auch sie gehört zu mir

Von Krämpfen geschüttelt

Hallo ihr Lieben,

ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen – ich weiß, seid mir nicht böse, aber manchmal drubbelt sich eben alles auf einmal.

In den vergangenen Tagen habe ich mir viele Gedanken über ein Thema gemacht, besser gesagt über eine Erkrankung, die ich leider auch habe. Es handelt sich dabei um eine Späterkrankung, verursacht durch die Thrombose und ihren Vernarbungen nach der Hirnblutung, die zu meiner Blindheit geführt hat. Ein großer Druck im Gehirn, ausgelöst durch eben diese Thrombose, hatte meinen Sehnerv genau an der Kreuzung des Sehnervs gequetscht, sodass dieser nicht mehr durchblutet wurde.

Ja, ich habe Epilepsie. Ich war mir unsicher ob ich euch davon erzählen soll, aber, diese Krankheit gehört zu meinem Leben genauso dazu wie meine Blindheit und so habe ich mich entschieden, euch auch davon zu berichten.

Samstag, 29. April 2017

Dunkelmomente - Blinde Floristin

Bittere Einsicht

Wie ihr bereits wisst, war ich in meinem sehenden Leben mit Leib und Seele Floristin. Bis heute fehlt mir diese Tätigkeit unheimlich.

Im Oktober 2005, kurz vor Aller Heiligen, fragte ich mich, wo wir die Gestecke für die verstorbenen Familienangehörigen bestellen sollten. Aber kurzer Hand sagte ich zu meiner Tante: „Ich werde das schaffen“, Oliver hilft mir sicherlich dabei.

Und wir schafften es gemeinsam.

Oliver wusste ja genau, wie die Gestecke aussehen sollten und die sahen dann tatsächlich so aus wie früher. Einfach perfekt und ich hatte wieder Spaß und war total stolz auf mich. Und so nahm die Geschichte ihren Lauf.

Sonntag, 23. April 2017

Glücksmomente & Dunkelmomente liegen nah beieinander

MINI-Liebe

Mein erstes Auto war ein schwarze MINI. Tiefer, breiter und mit allem Schnickschnack ausgestattet. In den neunziger Jahren ein wahrer Hingucker und mein ganzer Stolz, aber irgendwann habe ich mich dann von ihm getrennt.

Im Sommer 2004 flog ist zusammen mit Franzi (damals 8 Jahre alt) auf die Insel Kos. Eine Woche, nur Franzi und ich. Mutter Kind Urlaub sozusagen. In dieser Woche konnte ich Oliver merkwürdiger Weise nur schwer erreichen, aber ich habe mir schließlich nichts dabei gedacht.

Als wir dann wieder zu Hause waren, haben uns Sabine und Michael, unsere lieben Freunde und Nachbarn, zum Begrüßungs-Frühstück eingeladen. Es war richtig schön. Irgendwann habe ich dann Oliver gefragt: „Sag mal, warum konnte man dich eigentlich so schwer erreichen am Telefon?“ Er gab mir zur Antwort, dass er viel zu tun hatte. Michael grinste mich frech an und sagte zu mir:

„Er war mit der kleinen Schwarzen beschäftigt!“.

Dienstag, 11. April 2017

Dunkelmomente - Schlechtes Wetter

Düstere Gedanken und das Warten auf Sonne

Bei uns im Saarland ist heute sehr schlechtes Wetter. 
Es ist bewölkt und trüb und genauso ist heute auch mein Gemütszustand. Ich habe die totale Schwärze vor den Augen und deshalb geht es mir heute auch nicht gut.

Ich würde mich am liebsten in eine Ecke verkriechen und einfach nur weinen. Es geht mir wirklich nicht besonders. Man fängt an wieder alles Revue passieren zu lassen und stellt sich erneut die Fragen:

Warum ist mir das passiert?

Warum habe ich diese Sinus-Venen-Thrombose eigentlich überlebt?

Wie geht es weiter?

Ich soll das Ganze noch mindestens 30 Jahre mitmachen?

Dunkelmomente - Der Anfang von Dunkel

Wie alles begann

Bis zum Tag X, der mein ganzes Leben verändern sollte, hatte ich ein schönes Leben. Ich war selbstständige Floristin, besaß einen eigenen Blumenladen, war mit Mann, Kind, Hund und Haus ein glücklicher Mensch. Alles prima.

Im Dezember 2004 hatte ich eine starke Grippe, die ich auf Grund meiner Selbstständigkeit nicht auskuriert hatte. Meine Beschwerden wurden einfach nicht besser und ich hatte wahnsinnig heftige Kopfschmerzen. Dolormin Extra wurde mein bester Freund und ich Stammkundin in der Apotheke.